Boykottiert China und die Olympischen Spiele 2008!

Flagge von TibetDa blutet einem das Herz… Auch im Jahr der Olympischen Spiele 2008 wird China nichts an seiner Politik gegenüber Tibet ändern. Auch Gespräche zwischen den zwei Parteien können nicht erwartet werden – das wäre für China ein Eingeständnis Ihrer Unfehlbarkeit und Allwissenheit.

Zur Zeit diskutieren viele Menschen, ob man die Olympischen Spiele in China nun boykottieren sollte oder nicht. Hierzu gibt es viele Umfragen, unter anderem auch auf der Homepage der Tagesschau. Das solche Umfragen leicht manipuliert werden können dürfte allerdings nicht jedem Leser klar sein, weshalb das Wahlergebnis absolut nicht repräsentativ ist.

Bei einer Anfrage an die Redaktion, warum gestern das Verhätnis zwischen Ja und Nein Stimmen ca. 36:1 und heute ca. 49:51 ist konnte nicht klar beantwortet werden:

Natürlich haben wir technische Vorkehrungen getroffen, um eine technische Manipulation (z.B. durch Skripte) weitgehend ausschließen zu können. Auch weist die IP-Liste der Teilnehmer keine besonderen Auffälligkeiten auf. Was wir leider nicht verhindern können ist, dass auf Aufrufe in diversen Foren tausende von Internet-Nutzern an der Umfrage teilnhemen, um diese zu verändern, deshalb auch folgender Hinweis auf unserer Umfrageseite unter „In eigener Sache„…

Weitere Infos zur gezielten Manipulation der Olympia-Boykott Umfragen findet ihr auf Uwes Seite.

Dalai LamaHintergrund:

Warum ist Tibet kein freier Staat? Seit wann besetzten die Chinesen Tibet? Warum darf der Dalai Lama nicht in sein Mutterland/vaterland einreisen ohne politisch verfolgt zu werden?

Die erneute Aktualität des Themas hat mich aufhorchen lassen – seit jeher bin ich begeisterter Fan von Tibet, den Bergen, den Menschen und ihrer Kultur sowie der Natur und den Bergen. Ich habe ein wenig recherchiert über die geschichtlichen Zusammenhänge und wie es zu dem heutigen Verhältnis kam… ein kurzer Überblick über die historischen Begebenheiten:

  • 13. Jahrhundert: Eroberung durch die Mongolen (Khan Güyük Khan).
  • 16. Jahrhundert: Besetzer erklären Linie der Dalai Lamas zur offiziellen Regierung.
  • 1720: Tibet offiziell Protektorat Chinas. Regierungsvertreter aus China nehmen Einfluss.
  • 18. Jahrhundet: Tibeter wehren sich und töten die Besatzer.
  • 1904: Englland marschiert ein, um die Vorherrschaft in Asien gegenüber Russland zu sichern.
  • 1906: Tibet de facto Protektorat der Briten.
  • 1907: Abkommen zwischen China, England und Russland – Suzeränität Chinas wird festgelegt. China übernimmt wichtige Befugnisse Tibets und ist für dessen Schutz verantwortlich.
  • Die Tibeter vertreiben erneut chinesische Truppen aus dem Land.
  • 1913: Dalai Lama kehrt nach Tibet zurück und erklärt die Unabhängigkeit.
  • Um 1950: Chinas Truppen marschieren wieder ein. Ein Jahr zuvor hatte der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas Mao Zedong vom Anschluss Tibets an das chinesische Mutterland gesprochen. Im Oktober 1950 lässt er Worten Taten folgen und die Volksbefreiungsarmee erreicht die Stadt Chamdo. Der Widerstand ist gering, kurze Zeit später wird Tenzin Gyatso 14. Dalai Lama.
  • 1951: schließt die chinesische Regierung das sogenannte 17-Punkte-Abkommen mit Repräsentanten Tibets ohne offizielle Vollmacht – auf diese fehlende Legitimierung werden sich künftig immer wieder die tibetische Freiheitskämpfer beziehen.
  • Mitglieder des Widerstands verstecken sich 1959 in Tibets Bergen. Nach dem Abschluss des 17-Punkte-Abkommens kommt es immer wieder zu Volksaufständen: Die chinesische Landreform, die unter anderem durchsetzen will, dass Nomaden sesshaft werden, verärgert die Tibeter. 1955 wird ein spontaner Aufstand von China blutig niedergeschlagen. 1959 bricht schließlich der Tibetaufstand aus: Der Dalai Lama soll ohne seine Leibwache und öffentliche Zeremonie zu einer Theateraufführung kommen. Das wird allgemein als Pietätslosigkeit betrachtet und es kommt zu Unruhen im ganzen Land – auch gegen die Pläne, Tibet als autonome Region an China anzugliedern. Am 17. März flieht der Dalai Lama nach Indien, der Aufstand wird am 21. März blutig niedergeschlagen.
  • Seit 1959 lebt der Dalai Lama im indischen Dharamsala im Exil. Politisch wird er als Präsident der tibetischen Exilregierung angesehen.
  • September 2007: der 14. Dalai Lama besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. China hatte zuvor das Treffen mit dem Friedensnobelpreisträger heftig kritisiert.
  • Sommer 2008: Zahlreiche Proteste während dem olympischen Fackellauf um auf die Probleme in Tibet aufmerksam zu machen.